Verrat, Geld, Verletzung. Auch dies ist in der Geschichte von Reiki beinhaltet. Auf der Kehrseite steht Bedauern, Entschuldigen, Verzeihen und Vermächtnis. Eine Saga dreier Frauengenerationen an der Wurzel der zeitgenössischen Entfaltung von Reiki.
…liest sich wie die Werbung einer Fernsehserie und genauso beinhaltet das „Video Archiv“ all dies. Einzig ist es ein Tatsachenbericht, keine Fiktion. Darin kommen die amerikanischen Internierungscamps für Japaner nach dem zweiten Weltkrieg vor und wie Hawayo Takata Reiki aus der japanischen Kultur in den Westen brachte. Der Startschuss für die Erfolgsgeschichte von Reiki wie wir es heute kennen.
Die Renaissance von „Japan-Reiki“ (die Traditionen der Meister nach Usui und neben Haysashi) ist ausgelöst durch die Dissonanzen unter den Nachfahren Takatas nach ihrem Tod 1980. Im Zentrum stand ihre Enkelin Phyllis Furumoto. Die Rolle der Frau in der zweiten Generation, Alice Takata (†2013), präsentiert sich in einem bislang wenig dokumentierten Licht.
Unstimmigkeiten akkumulierten sich in den 90ern mit einem Streit um Namesrechte (Trademark) und bis zum heutigen Tag hallen Unklarheiten nach. Viele Reiki Menschen erachten Phyllis Furumoto als spirituelle Linienerbin und Grossmeisterin. Viele tun das nicht.
Dies alles und viele andere Themen finden Suchende – ob in Reiki oder auf einem anderen Weg – in unserem „Video Archiv“; Englischsprechende finden den Zugang hier.
In diesen 66 Videos liegt der wahre Schatz. Seine Wichtigkeit schreit förmlich nach Übersetzung auf Deutsch. Diesem Ruf hoffen wir noch vor dem Sommer nachzukommen. Auch ist ein USB-Stick in Planung für jene, die das Archiv nicht über Vimeo erlangen wollen. Anfragen bitte an office@reiki-conciliation.org.
Ein einzelnes Videos koste jeweils $ 3.80 und das Gesamtpacket mit allen 66 Videos $ 38.- (in eigener Währung). Mit dem Kauf unterstützen Sie den Fortbestand des Projektes. Danke sehr.
Dieser Vorfilm hat deutsche Untertitel (CC anklicken)
Unser Debut Film
Ich kannte Phyllis Furumoto nicht als ich ihr 2015 meine Idee einer Interview-Dokumentation vorschlug. Um meine Unabhängigkeit zu gewährleisten, stellte ich die Bedingung, dass der Film nur gemacht wird, wenn ich Sponsoren von unterschiedlicher Reiki-Herkunft dafür gewinnen kann.
Zur Vorbereitung für meine Gespräche mit Phyllis Furumoto sprach ich auch mit Protagonisten, die widersprüchliche Meinungen zu ihr vertraten.
Im Herbst 2015 filmten wir in Berlin und im Frühling 2016 in Arizona, alles zusammen ca. 15 Stunden Filmmaterial. Daraus editierten wir “Versöhnung – Entlang des Pfades der Meisterschaft“ (50 Minuten, hier öffnen – CC für Deutschübersetzung), unser Debut, das mein Team und mich mit Stolz und Freude erfüllt.
Editieren bedeutet wählen und schneiden. Ein Stück weit verzerrt oder betont dieser Prozess die Wirklichkeit, bzw. in diesem Falle das Gesagte. Es ist zu hoffen, dass uns dieser Spagat gut gelungen ist, dass Phyllis Furumoto’s Entschuldigung, das Herz des Filmes, gebührend und würdig wiedergegeben ist.
Wer die Aussagen aus dem Film vertiefen oder wer un-editiert sichten möchte, was Phyllis Furumoto gesagt hat, dem öffnet das „Video Archiv“ die Möglichkeit, eine eigene Meinung zu machen. So kann man dort z.B. die ganze Sequenz ununterbrochen sehen, in der sie um Verzeihung bittet (Film 59, Apology, hier).
René Vögtli