Aufblühen auf Sikinos – gewagt, gewonnen!

Gewagt, gewonnen! „Die“ Insel an sich ist zauberhaft und mystisch. Dann noch dazu die Intensität eines Seminars, das mancherorts als Meisterseminar bezeichnet wird. Würden Mann und Kinder die Frau ablenken, sie belasten? Wird sie mit den eigenen Herausforderungen auch die Ansprüche der Familie stemmen können?

Als ich hörte, dass die Frau mit dem ganzen Haushalt auf die Insel kommt, freute ich mich zuerst mal für die Insel. Kinder werden von den Insulanern immer als Segen gesehen. Ich konnte nur hoffen, dass das magere Angebot sie nicht langweilen würde –im Gegensatz zum Sommer ist das Meer nur für Hartgesottene und ausser der Natur, ein paar Eseln und den Menschen gibt es kaum Ablenkung für die Kinder. Wie wird der Ehemann mit dem runtergefahrenen Tempo umgehen? Und wie wird es für ihn, wenn seine Frau beschäftigt ist und für sich möglicherweise grosse Schritte tut? 

All dies war auf dem Radar von Mischa und mir als im Frühling die Familie ankam. Wir waren zuversichtlich, kennen dank unserer langen Erfahrung die Situation und die Umstände vor Ort und können gewährleisten, dass alles gut abläuft. So schaute ich dem Initiatoren Seminar (3A) vertrauensvoll entgegen – auch wenn es heisst, „Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt“. Hier nun, der Bericht der Frau:

Freude auf das Abenteuer

Als ich mich entschlossen hatte, das 3A-Seminar zu machen, standen Ort und Termin noch nicht fest. Kurze Zeit später standen zwei Termine zur Auswahl, würde ich nicht so lang damit warten wollen. Einer davon fiel aus privaten Gründen schon mal weg, so blieb nur noch Sikinos. Und das war gut so.

Sikinos… das Einzige, was ich davon wusste, dass es eine der vielen griechischen Inseln ist. Ja, wow, ein toller Gedanke! Aber sollte ich da alleine hinreisen, auch noch über Ostern, ohne meine Familie? Meine Kinder, 9 und 14, waren von dem Gedanken, nach Griechenland zu reisen, sogleich hell auf begeistert. So musste nur ich nur noch meinen Mann davon überzeugen, der bis dahin mit Reiki nicht so arg viel anfangen konnte und dem eher skeptisch gegenüberstand. Schliesslich überzeugten Fotos der Insel, man könne ja mal darüber nachdenken…

So kam es letztendlich, dass wir unseren Osterurlaub mit der Reise nach Sikinos verplanten. Lange Zeit vorher war ich sehr aufgeregt, wie es wohl werden würde, die Anreise, die Tage dort, was wird mit mir geschehen, wie wird es für meine Familie sein? Und zugleich grosse Freude, dieses Abenteuer antreten zu können.

Ankunft, Meistereinweihung und offene Arme

Dank Mischas grossartiger Unterstützung bei der Reiseplanung kamen wir ohne Probleme an unser Ziel, trafen auch auf der Fähre gleich eine weitere Kursteilnehmerin. Am Hafen wurden wir von Mischa, René sogleich herzlich in Empfang genommen und wir waren angekommen in einer anderen Welt! Es dauerte nur wenige Minuten (oder Sekunden?) bis uns die Insel in ihren Bann zog, der schwer zu beschreiben ist.

Gleich am folgenden Tag begannen wir mit dem Seminar und erhielten unsere „Meistereinweihung“. Zu meiner eigenen Überraschung gab es für mich überhaupt keine Zweifel an diesem Weg, kein Zögern oder Angst. Das Gefühl nach der Einweihung war für mich genau das, was ich auf der Insel vorfand: Grösse, Erhabenheit, Wärme, Weite, Ruhe und eine blühende Landschaft, die von einem bunten Blumenmeer übersät war. Was für ein Gefühl, auf einer Anhöhe zu stehen, das blaue Meer in seiner Weite zu sehen, der blaue Himmel über mir, die Blumen zu meinen Füssen! Ein Gefühl, die Arme weit auszubreiten, das Herz zu öffnen und alles aufzunehmen, die Welt umarmen zu wollen. Und Dankbarkeit, tiefe Dankbarkeit, dies erleben und erfahren zu dürfen!


unerwarteter Wandel in den Kindern

Auch meine Familie fühlte sich pudelwohl und integrierte sich vollends in unser kleines Grüppchen. Jeden Abend genossen wir gemütlich zusammen griechische Spezialitäten im Restaurant, tranken Ouzo und Wein von der Insel.

Besonders meine Kinder waren sehr neugierig, was wir im Seminar denn eigentlich machen würden. Unsere Tochter, die 14jährige, hatte bei Mischa bereits das erste Seminar belegt. Unser 9jähriger Sohn hatte bis dahin „erst“ eine Herzeinweihung, die schon einige Zeit zurück lag. Er hatte sich bereits mehrfach darüber beschwert, dass er kein Reiki mehr habe. Nach kurzer Zeit bot Mischa an, sich der Kinder anzunehmen und mit ihnen ein Kurzseminar zu machen. Freudig nahmen die beiden dieses Angebot an. Und so durften wir „grossen“ Schüler, die wir lernen sollten, wie eine Herzeinweihung vorgenommen wird, dabei zu schauen, wie die beiden erneut eine solche von Mischa bekamen. Was für ein ergreifender Moment und was für ein Geschenk!

Danach bekam unser Sohn noch die komplette Einweihung, die ihm sehr viel bedeutete. Mit grossem Stolz berichtete er dann seinem Papa davon! Dass es ihn tatsächlich stark ergriffen hatte, zeigte auch der Nachmittag, als er plötzlich sehr müde wurde und den halben Nachmittag verschlief und auch am Abend lange brauchte, um wieder der Alte zu werden. Der Alte? Oh nein! In den Tagen darauf, wurde sein Blick wacher, die Worte kamen deutlicher aus ihm heraus und aus dem oft schüchternen und verschlossenen Jungen wurde ein viel offeneres Kind!

Und wie wunderbar zu sehen, dass unsere Tochter, die auf dem Weg vom kleinen Mädchen zur Frau ist, mit Reiki begleitet wird und sich dafür interessiert!

Verbundenheit, Abschied

Auch die Beziehung zwischen meinem Mann und mir machte auf der Insel sehr schnell einen grossen Sprung. Plötzlich ergab sich wie selbstverständlich eine Nähe und Verbundenheit, die seit längerer Zeit zu verschwinden drohte. Bei einem gemeinsamen Spaziergang zu zweit zum dortigen Kloster erzählte ich ihm, dass das Seminar erst dann für mich endgültig abgeschlossen sei, wenn ich einem Menschen eine Herzeinweihung gebe, der zuvor noch keine hatte. Zu meiner Überraschung war es für ihn völlig klar, dass er bereits darüber nachdachte und derjenige sein wird. Am Morgen unseres Abreisetages gab es dann noch für ihn die Herzeinweihung.

Ein wunderbarer Abschluss einer grossartigen Zeit, die uns allen so gut tat und jeden einzelnen von uns ein Stück weiter zum Erblühen und Öffnen gebracht hat. Ja, es gab nicht nur emotionale Bergfahrten, auch Talfahrten waren dabei, aber das gehört dazu auf diesem Weg: Altes und Belastendes loswerden, hinderliche Erwartungshaltungen über Bord werfen, um neue Flecke auf der Landkarte des Denkens, Handelns und der Möglichkeiten zu entdecken.

Uns allen fiel der Abschied unheimlich schwer. Ich selbst kann mich nicht erinnern, wann mir ein Abschied zuletzt so schwer fiel. Wie gut, dass wir einen ganzen Tag lang Zeit auf dem Schiff hatten, uns langsam wieder auf den Weg zurück nach Hause zu begeben. Und wie schön, auf dem Schiff von meinem Mann zu hören: Danke, dass du mich zu dieser Reise überredet hast!

Weitere Eindrücke finden Sie auf der Seite mit Mischas Einladung
für den Sommer 2017 „Reiki, Insel & Kultur“ hier.

Danke für den Bericht!

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