„…den Meister gemacht“ – meist ist damit gemeint, dass jemand – oft kurz und gelegentlich gar ratzfatz online – die Einweihung auf den Meistergrad meint. Wenn überhaupt sollte dann das Verb „erhalten“ benutzt werden. Aber auch das ist der Sache nicht wirklich würdig.
Mit Einweihung kann ein Ritual gemeint sein. Aber auch die Einführung in einen Beruf, in eine Lehre, in ein Wissen oder Können, in eine Kunst oder Organisation. Oft kommt es einher mit Spezialausdrücken, die eben nur die „Eingeweihten“ verstehen. Das gilt für Börsianer so sehr wie für Architekten oder Mediziner. Auch in diesem Sinne macht eine Einweihung alleine noch lange keinen Meister. Es fehlt noch Praxis und Anerkennung (oft mittels Prüfung).
Die folgende Reduktion der Reiki-Meisterschaft auf 5 Rollen finde ich passend: Eine Meisterin, ein Meister definiert sich dadurch, dass er für den Schüler Initiator, Lehrer, Traditionsvermittler, Mentor ist und dabei selbst Schüler bleibt.
Wenn Mischa oder ich also jemanden zum Meister ausbilden, dann wollen wir sicherstellen, dass wir diesen 5 Rollen gerecht werden. Ein Prozess, der bei uns 12 bis 24 Monate dauert. Danach erst erlebt der Auszubildende ein bestätigendes Ritual und erhält ein Zertifikat, welches besagt, dass er/sie sich nun Reiki-Lehrer/in oder Reiki-Meister/in nennen darf und auf professionellem Niveau Reiki 1 und 2 unterreichten kann. Mehr dazu hier: reiki-lehrer und hier: reiki-meisterlehrer. Dieses volle Programm will nicht jeder. Bei uns sind es 39 Menschen, die den Meister geschafft haben (von über 6000 Reiki 1 Absolventen).
Es stellt sich somit die Frage, ob es Sinn macht, Menschen eine Einweihung auf den 3. Grad zu geben, die weniger als das volle Programm ist. Wir sagen Ja unter strengen Auflagen:
Wenn Menschen keine Absicht haben, Reiki zu unterrichten – sie aber für ihr eigens Wachstum die energetische Wirkung der sogenannten „Meistereinweihung“ …brauchen, dann kann man bei uns den Anfang des 3. Grades erleben … das 3A Seminar. In diesem intensiven, 3-tägigen Seminar lernt man zudem wie man einem Menschen mittels einer Initiation (=Einweihung) vorübergehend Reiki in den Händen aktivieren kann. Deshalb nennen wir diese Vorstufe zum Meister auch Initiator-Seminar.
In einem tiefgehenden Gespräch erörtern meine Frau und ich, ob die Beweggründe und die Verbindlichkeit gegeben sind, dass wir zur Teilnahme am Seminar Ja sagen können. Dieses Ja beinhaltet für uns auch unsere Bereitschaft dem Menschen gegenüber, ihn oder sie zum Meister auszubilden, also das ganze Programm zu absolvieren – sollte der Kandidat dies wollen.
Dieses Seminar dient in erster Linie der eigenen, persönlichen Entfaltung. Der Absolvent darf sich nicht Reiki Meister nennen, obwohl er / sie nun die (3A) Einweihung „gemacht“ haben.
Im ersten Halbjahr gibt es diese Seminare:
13.04.2017 – 17.04.2017 / Initiatoren Seminar (3A) Sikinos / Sikinos
03.06.2017 – 05.06.2017 / Reiki Initiator (3A) / Weimar
03.06.2017 – 05.06.2017 / Reiki Initiator (3A) / Luzern